Herausgeberin: GitCover Commons gUG

Die GitCover Commons gUG (GCC) ist Herausgeberin des GitCover Body of Knowledge (GCBoK) — dem normativen Referenzwerk für Git-native Compliance.

Was ist das GCBoK?

Das GCBoK ist vergleichbar mit PMBOK (Project Management), SWEBOK (Software Engineering) und DMBOK (Data Management) — jedoch mit eigenem konzeptionellen Rahmen: Git-native, OSS-first, gemeinnützig getragen. Es kanonisiert Begriffe, Konzepte und Architekturprinzipien für Compliance-Lösungen, die primär in Git-Repositories leben.

Abgrenzung: GCC vs. GCBoK

Merkmal GCC (diese Seite) GCBoK (gcbok.org)
Was NPO/Organisation Wissens- und Referenzwerk
Inhalt Satzung, Spenden, Aktivitäten, Projekte Begriffe, Konzepte, Spezifikationen
Ziel Gemeinwohl-Förderung Normative Begriffsautorität
URL gitcover.org gcbok.org

Thematische Besprechung: EU Acts (AI Act, CRA, Data Act, eIDAS 2.0, DSGVO)

Die jüngsten EU-Rechtsakte verlangen dokumentierte, prüfbare Nachweise. Das GCBoK ordnet ein, was Git-native Compliance leistet und was nicht: Sie liefert Nachweise als Git-Artefakte (Herkunft, Historie, Freigaben, Vorfälle, Portabilität), zertifiziert aber keine KI-Systeme, kennzeichnet keine Produkte mit CE und ersetzt keine Vertrauensdienste. Die rechtliche Konformität des eingesetzten Systems verbleibt beim Betreiber.

Das Diary als Eingangstor der Compliance

Das GitCover-Diary ist die Agenda der tatsächlichen Arbeit. Es dokumentiert nicht nur Stunden, sondern verbindet Tätigkeiten, Entscheidungen, Vorhaben, Leistungszeiträume, Sphären, Belege und Verträge. Diese zeitliche SSoT versorgt BSFZ/FZul, Finanzamt/EStG/EÜR, Umsatzsteuer, GoBD/AO, Fristen- und Risikonachweise mit einem gemeinsamen, versionierten Ausgangspunkt.

Der Ablauf ist bewusst einfach: Diary führt die Agenda, Tenant-Repositories führen den Proof. Das Diary ersetzt keinen externen Beleg; es sorgt dafür, dass der Beleg später nicht aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden muss. Git, offene Schemas, Sidecars und GCPN machen die Kette portabel — ein Unternehmen muss seine Compliance nicht an einen Buchhaltungs-, Cloud- oder KI-Anbieter abgeben. Genau darin liegt der praktische Nutzen von GitCover: Risiko wird früh sichtbar, Nachweis wird reproduzierbar und Vendor Lock-In wird vermieden.

Die kanonische Klarstellung und Abgrenzung führt der GCBoK in Achse 1: Grundlagen — Rechtlicher Rahmen (Abschnitt „EU-Regulierung / Abgrenzung: Nachweis-Infrastruktur vs. Produkt-Konformität").

Abgrenzung - was der gemeinsame Bestand umfasst: Diary, Tenant-Repositories und der Git-Bestand eines Unternehmens enthalten ausschließlich compliance-relevante Artefakte: Belege, Entscheidungen, Nachweise, Werkzeuge. Persönliche Vorgaben der freigebenden Person - private Einschätzungen, Meinungen, Gewichtungen - sind geschützte private Information: Sie werden lokal gehalten, nicht versioniert und nicht in Diary, Tenant-Repos oder Nachweise übernommen. Dokumentiert wird, was daraus entstanden ist: die Entscheidung, die Vorlage, das Gewicht - nicht die Bewertung dahinter.

Die kanonische Erläuterung steht im GCBoK, Abschnitt „Abgrenzung: Compliance-Bestand und private Vorgaben“, in Achse 5 unter „Private Vorgaben des HITL — Konvention und Agentenregel“ und in Achse 7 unter „Vom privaten Erachten zum belegbaren Ergebnis“.

Bezug zur Gemeinnützigkeit

Die Pflege eines ISO/IEC 24773-konformen Standards ist eine wissenschaftlich-strukturelle Aufgabe, die die Gemeinnützigkeit der GCC belegt:

Open-Source und Community

Das GCBoK folgt OSS-Prinzipien: Spezifikationen unter CC BY-SA 4.0 (angestrebt), Code-Komponenten unter Apache 2.0. Beiträge über Gitea Pull-Requests. Quellen primär auf git.gitcover.org, gespiegelt auf Codeberg und GitHub als Community-Anker.

Zum GCBoK-Referenzwerk: gcbok.org — Begriffe, Konzepte, Architekturprinzipien, Spezifikationen.